Jesus Freaks-Kritik im Ruhrbarone

Im Ruhrbarone, Ausgabe 02/2010 werden die Jesus Freaks 10 Seiten lang durch den Dreck gezogen. Zwei Journalisten – einer davon heißt Schlange (der Name scheint Programm zu sein) – haben das Freakstock besucht, mit Martin Dreyer und anderen Leuten gesprochen, Seminare und Predigten mitgemacht – und dabei so richtig vom Leder gezogen. Der Artikel ist cool geschrieben und faktisch auch nicht "gelogen", dennoch rückt er alles in ein falsches Licht und lässt uns Freaks schön dumm dastehen. Es ist ein klarer Angriff - die Freaks sind also gut unterwegs: Nur Gewinner haben Herausforderer!

Der ganze Artikel läuft jedenfalls auf das ständig gebrauchte, fast schon vergriffene, aber nur semi-vernünftige Argument in "Endzeitdiskussionen" hinaus: "Klar kann Glaube Kraft spenden, aber man darf doch nicht die Verantwortung fürs eigene Leben abgeben."

(Prima: "Abgeben lernen" ist gerade genau mein Thema!)

Gott hat mir dazu das Bild von einem trotzigen kleinen Mädchen gezeigt, dass nach einem Streit mit den Eltern wütend sein rosarotes Roll-Köfferchen packt – die Zahnbürste, den Schlafanzug und zwei Kuscheltiere drin – und nun ganz entschieden und selbstbestimmt „von zuhause auszieht". Für immer! Es geht bis zur nächsten Straßenecke des 5000-Einwohner-Kaffs und weiß schon nicht mehr, wo es ist, in welchen Bus es steigen soll, wie es die Busfahrt überhaupt bezahlen und wohin es eigentlich fahren soll. Die Eltern lassen diese Reife-Erfahrung natürlich zu (die Straßenecke und Heinz, der Busfahrer, gehören ja zum geschützten Rahmen!) ... Nun ist das Mädchen 30, blickt zurück und findet sich selbst lächerlich mit seiner kindlich-trotzigen „Ich-leb-mein-Leben-jetzt-in-Eigenverantwortung“-Haltung (Gott-sei-Dank hat es damals nicht auch noch einen 10-seitigen Artikel mit dieser Haltung veröffentlicht, an den jetzt noch jeder denkt ;-)).

Die zwei Journalisten Schlange und Joswig werden wohl auch einmal so lächerlich dastehen, wenn sie Gottes Größe im Rückblick erkennen. Gott hat mich schon gestern herzlich lachen lassen über den Gedanken: Wie können diese "Kinder" Verantwortung für ihr LEBEN übernehmen? Sie können ja nicht mal verhindern, wenn ihnen morgen früh ein Vogel auf den Kopf scheißt.

Das ist Gottes Perspektive.

Wenn wir diese kleinen, unbedeutenden Momente (in denen nur Vogelscheiße vom Himmel fliegt) schon nicht kontrollieren können, wie wollen wir da einen ganzen Tag, geschweige denn unser ganzes Leben unter eigener Kontrolle führen?

 

Sabrina Sann, 18.12.2010 

 

PS: Den Ruhrbaron-Artikel ("Wenn Glaube weh tut - wie es zu Gast bei den Jesus Freaks aussieht) gibt´s leider oder besser Gott-sei-Dank nicht online, aber dafür eine Vorstellung der beiden Journalisten unter http://www.ruhrbarone.de/sag-nein-zu-den-jesus-freaks, was sich wiederum auf den Artikel bezieht. Aber bevor jemand dem Ruhrbarone dafür Geld in den Rachen wirft: Ich werde den Artikel bei Gelegenheit irgendwie einscannen und dann auf Wunsch per Email verschicken.  

 

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Kommentare: 9
  • #1

    thew (Montag, 20 Dezember 2010 00:40)

    Deren Artikel ist seit gestern online lesbar unter: <a href="http://www.ruhrbarone.de/jesusfreaks/">http://www.ruhrbarone.de/jesusfreaks/</a>

  • #2

    thew (Montag, 20 Dezember 2010 00:41)

    http://www.ruhrbarone.de/jesusfreaks/

  • #3

    MikeDares (Montag, 20 Dezember 2010 15:17)

    Ich lerne aus deinem Artikel: Gott lässt den Vogel auf deinen Kopf scheißen. Jetzt frage ich mich, was sagt er damit?

  • #4

    La Criatura (Montag, 20 Dezember 2010 16:31)

    @Mike: steht doch direkt unten drunter... "Wenn wir diese kleinen, unbedeutenden Momente (in denen nur Vogelscheiße vom Himmel fliegt) schon nicht kontrollieren können, wie wollen wir da einen ganzen Tag, geschweige denn unser ganzes Leben unter eigener Kontrolle führen?"

  • #5

    MikeDares (Montag, 20 Dezember 2010 23:33)

    Das heißt ja dann aber auch, wenn ich Schlechtes tue, ist es gottgewollt. Das heißt ich kann ja gar nichts dafür. Und im Prinzip ist es eh völlig egal, was ich mache, weil das, was ich mache muss ja dann im Prinzip von Gott gewollt gewesen sein.

  • #6

    La Criatura (Dienstag, 21 Dezember 2010 19:22)

    1. Gott hat einen Plan für jeden.
    2. Gott schuf den Mensch mit einem freien Willen.

    Nun liegt es an uns, von Herzen das erkennen und leben zu wollen, was Gottes Plan für uns vorsieht - oder zu tun, was wir selbst für richtig halten.

    Gott zwingt keinen zu seinem Glück. Wir dürfen unsere eigenen Wege gehen. Aber wie dumm wären wir!? Wenn wir doch einen Gott haben, der weit mehr als unseren kleinen Denkradius überblicken kann und zudem noch das Beste für uns will... Das wäre ja, wie wenn du ein Navigationssystem hast und trotzdem deiner eigenen Intuition nach fährst - wieso würdest du das tun wollen!?

  • #7

    MikeDares (Dienstag, 21 Dezember 2010 20:22)

    Zumindest einem Navigationssystem sollte man nicht blind nach fahren. Der Intuition oder dem Orietierungssinn nach kommt man nicht selten besser zum Ziel.

  • #8

    La Criatura (Mittwoch, 22 Dezember 2010 10:32)

    ... aber nur in Regionen, in denen man sich noch auskennt. Im übertragenen Sinne: Bei der Entscheidung, ob wir die Suppe mit Löffel oder Gabel essen sollen, liegen wir mit unserer eigenen Intuition vermutlich noch richtig, aber es gibt auch Entscheidungssituationen, in denen es hilfreich wäre, mehr zu überblicken, als der Mensch selbst überblicken kann (wie z.B. die Zukunft oder das, was ein anderer denkt). Dafür kann es hilfreich sein, den Blick auf Gott zu richten, der ALLES überblickt.

  • #9

    Natas (Mittwoch, 29 Dezember 2010 20:59)

    ...und Sabrina "Zeichen" sendet - alles klar. Naja, den Quark den Sabrina geschwurbelt hat wurd bei den Ruhrbaronen ja passend bewertet...

    http://www.ruhrbarone.de/jesusfreaks/comment-page-1/#comment-69092